Und irgendwann hatte ich dann doch gegen meine eigenen Prinzipien verstoßen... Ich wollte unbedingt wieder einen Vogel. Es konnte gar nicht schnell genug gehen. Ruck-zuck war eine schöne große Voliere gefunden und gekauft, und gleich am nächsten Tag ging es dann los - Vögel holen! Eigentlich hatte ich mir immer Nymphensittiche gewünscht, weil ich fand, dass sie die perfekte Größe hatten und durch ihren Kamm furchtbar frech aussahen. Doch, im örtlichem Tierheim wo ich mich in zwei dieser Exemplare verliebt hatte, herrschte Milbenalarm - unvermittelbar! 
Also blieb mir nichts anderes übrig, als doch in die eigentlich verhasste Zoohandlung zu gehen und wenigstens zwei dieser armen Geschöpfe dort ein neues zu Hause zu geben... Doch dort wurde dann alles anders... ich verliebte mich in ein kleines Rosenköpfchenpärchen welches dann zu mir nach Hause ziehen durfte. 

Allerdings war die Geschlechterbestimmung, welche dort durchgezogen wurde, ein völliger Misserfolg. Dams wusste ich noch nicht viel über diese Vögel und wusste dementsprechend nicht, dass das Geschlecht bei den Agaporniden, zu welchen sie gehören, nur durch DNA-Test bestimmt werden konnte. Statt dem "rotköpfigem Hahn und der gelben Henne" hatte ich einen gelben Hahn, welcher von nun an den Namen "Charlie" trug und eine hübsche ganz Rosenköpfchengetreue Henne die den Namen "Peppy" von mir bekam. 

Sie lebten sich schnell bei mir ein, liebten den stundenlangen Freiflug und die damit verbundenen Erkundungstouren. Bis ich eines Abends entdeckte, dass Peppy furchtbar schwer atmete. Sie hatte anscheinend Müh und Not aufzustehen, überhaupt auf die Beine zu kommen. Die Tierärzte hatten leider allesamt schon geschlossen, sodass ich eine unruhige Nacht damit verbrachte, Angst um meinen Vogel zu haben. Ich hatte sie doch noch gar nicht so lange! Sie konnte doch jetzt nicht einfach sterben!

Jedoch sollte sich alles als ein riesiges Misserständnis entpuppen.

Denn es passierte etwas, womit ich bis zu diesem Tag überhaupt nicht gerechnet hatte. Denn am nächsten Morgen fand ich, im Futternapf ein kleines Ei. Sie hatte sich wohl die ganze Nacht über noch mit ihrem ersten Ei abgemüht und es nicht mehr rechtzeitig in die Hütte geschafft. Und damit begann nun die Geschichte meines Kükens...


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